Rückblicke 2014


Adventskaffee - Adventswetter - nur der Schnee fehlte

Es war Adventswetter – nur der Schnee fehlte. Ein düsterer, etwas regnerischer Nachmittag lockte immerhin fast 150 Zuhörer ins Möhringer Bürgerhaus, um bei Kaffee und Kuchen einen musikalisch gestalteten Sonntag zu genießen.

 

Alle Orchester hatten sich dem Wunsch nach mehr Weihnachtsliedern im Programm  angenommen,  und so begann der Nachmittag mit dem Titel ‚Vorweihnachtszeit‘, den das Schülerorchester gekonnt präsentierte. Zwar ist es nur eine sehr kleine Gruppe, doch musikalisch war sie vom Dirigenten Alexander Cargnelli gut vorbereitet – und wurde mit viel  Lob aus Reihen der Musiker im Publikum bedacht. Weiter ging es mit einem modernen Weihnachtslieder-Potpourri: bekannte und schwungvolle Weihnachtslieder von Rolf Zuckowski wurden vom Orchester Querbeet gespielt.Bei der ‚Weihnachtsbäckerei‘ – dem bekanntesten Stück – sang sogar der Saal mit. ‚Gabriella’s Song‘ – ein wunderschöner Titel zum Träumen – beendete den Auftritt des Orchesters, auf den alle stolz sein konnten, denn in so kurzer Zeit zwischen Konzert und Advent, vier neue Titel einzuüben, war nicht einfach.

 

Die HSM-Oldies eröffneten ihren Beitrag mit dem schwungvollen und bekannten Marsch ‚Wien bleibt Wien‘, bevor sie das Publikum dann auf eine Reise ‚von der Wolga zum Ural‘ mitnahmen. Ein Stück, das beliebt russische Volksweisen und Lieder vereinigt – vom‘ Lied der Wolgaschlepper‘  über ‚Kalinka‘ bis hin zur ‚Kosakenparade‘. Eine Hommage an die russische Folklore.

 

Eine besondere Ehrung empfing unser Vorstand, Dr. Ralf Ulmer, an diesem Nachmittag : Er wurde  vom Vorsitzenden des DHV (Deutscher Harmonika-Verband) Heinz Baitinger für sein beispielhaftes ehrenamtliches Engagement für 25 jährige Vorstandschaft beim HSM geehrt. Er erhielt eine Ehrenamtsmedaille . Gleichzeitig bedankte sich selbstverständlich der Verein für das Durchhaltevermögen seines Vorstands, was in der heutigen Zeit keinesfalls selbstverständlich ist, mit einem Fotobuch über seine 25-jährige Tätigkeit. Patrick Gründler wurde für 5 Jahre aktive Mitgliedschaft geehrt, Mona Ulmer für 10 Jahre aktive Mitgliedschaft, Maximilian Mayer , Ann- Christin Klett und Patrick Wolf für 5 Jahre aktive Mitgliedschaft, Hannelore Reimold für 60 Jahre, Albrecht Frank für 50 Jahre Mitgliedschaft im HSM, Dr. Wolfgang Wetzel für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft im DHV und Marion Wolf für 5 Jahre passive Mitgliedschaft im HSM.

 

Das erste Orchester umrahmte ihre beiden Unterhaltungsstücke mit englischen ‚Christmas Carols‘ und den bekannten ‚Weihnachtsklängen‘  - deutsche Weihnachtslieder zum Mitsingen. Dazwischen erklang die ‚Discovery Fantasy‘ von Jan de Haan, zwar ein modernes Stück aber von den Melodien her durchaus geeignet für ein Adventskonzert! Es muss ja nicht nur Weihnachtsmusik sein. Abgerundet wurde dieser unterhaltsame Teil durch einen Swing-Fox für Soloakkordeon und Orchester mit dem Titel ‚Slapstick‘. Alexander Cargnelli brachte etwas Schwung in den Saal und das 1. Orchester bewies, dass es auch ohne Dirigenten spielen kann, wenn es sein muss!

Zwischen den Stücken des ersten Orchesters durften Spieler des HSMs ihr Können präsentieren: Tom, Nadja, Max, Britta und Johannes zeigten, was sie in diesem Jahr dazu gelernt hatten und bewiesen den Mut, sich vor einem so großen Publikum auf der Bühne zu präsentieren. Dies wurde von den Zuhörern mit großem Applaus belohnt! Zum Schluss erklangen Weihnachtslieder,  der ganze Saal sang und schuf eine heimelige Atmosphäre, ganz so, wie es sich für eine Adventsfeier gehört.Bei geschlossenen Vorhängen ist das durchaus auch ohne Schnee möglich!

 

Wir bedanken uns bei unseren Zuhörern für die Treue, bei unseren Spielern für die vielen Proben und bei unseren Mitgliedern für die tatkräftige Unterstützung im Jahr 2014


Bericht: Heidrun Cargnelli | Januar 2015


Magie und Melodie - Ein ,zauber’haftes Konzert mit Radschi und dem HSM

Der Titel des diesjährigen Jahreskonzertes hielt, was er versprach. Die Zuhörer und Zuschauer waren voll des Lobes über unser in sich stimmiges Konzert.

Eröffnet durch den vielversprechenden Titel ‚There’s no business like show business‘ nahm das 1. Orchester des HSM das Publikum mit auf eine Reise in die Welt des ‚Showbiz‘, in die Welt von Illusion und guter Unterhaltung. Die Ansprache des Vorstands wurde gleich mal gestört durch einen Hausmeister und Feuerwehrmann, in Wahrheit unser Zauberer Raggi, was beim Publikum die Vorfreude auf einen amüsanten Abend weckte. Und das Publikum wurde nicht enttäuscht. Weiter ging es mit ‚What a feeling‘ aus dem Film ‚Flashdance‘. Der Saal kam in Schwung!


Danach hatte das Schülerorchester mit den ‚Kinderspielen‘ von Wolfgang Russ, ,leichtes Spiel‘, trotz der anspruchsvollen Originalmusik beim Publikum zu punkten. Was von Vorteil war: dass Dirigent Alexander Cargnelli vorher das Stück den Schwierigkeitsgrad und Inhalt betreffend den Zuhörern erklärte.

Das Orchester Querbeet hatte den Titel ‚Magic‘ ausgewählt, weil er so gut zum Thema des diesjährigen Konzertes passte. ‚Magic‘ war eine Auftragskomposition des deutschen Handharmonikaverbandes: ein imposanter, markanter Auftakt gefolgt von einzelnen Geschichten der Zauberkunst, die die Facettenvielfalt der Zauberei beschreiben. Für Spieler wie für Zuschauer war es trotzdem ein gewöhnungsbedürftiges Stück, das jedoch mit Hilfe von zwei Schlagzeugern und mit pantomimischer Untermalung durch die Spieler des Schülerorchesters abgerundet,  gekonnt präsentiert wurde.  Dieser ungewöhnliche Eindruck einer modernen Auftragskomposition wurde mit dem Titel ‚Over the rainbow‘ in einem Arrangement von Alexander Cargnelli zum Wohle des Publikums konterkariert.


Nun war es an der Zeit für den ersten Auftritt des Zauberers Radschi. Als Assistenten holte er sich gleich einmal ein paar Kinder auf die Bühne und verblüffte mit seinen Seiltricks Jung und Alt. Gleichzeitig unterhielt er sein Publikum mit humorvollen und witzigen Bemerkungen, so dass sein Auftritt sehr kurzweilig erschien. Nach der Pause, die wie immer ein kulinarisches Highlight war mit den berühmten HSM-Brötchen, liebevoll zubereitet durch unser Küchenteam, ging es mit den sehnsüchtig erwarteten  HSM-Oldies weiter im Programm.

Der Titel ‚Happy music‘ von James Last brachte Schwung in den Saal und das anschließende Potpourri mit  bekannten Schlagern wie ‚Püppchen, du bist mein Augenstern, Am Sonntag will mein Süßer… Ich hab‘ das Fräul’n Helen baden sehen…‘ begeisterten die Zuhörer, die ihre Stimmen wieder zum Einsatz bringen konnten, wie in den Jahren zuvor! Trotz Beifallstürmen und Zugaberufen machten die Oldies die Bühne frei für den zweiten Auftritt des Zauberers. Zuvor jedoch leitete Alexander Cargnelli mit ‚Like swans‘ von Petri Makkonen über in eine sphärisch andere Welt. Selbst Liebhaber seiner flinken Finger mussten ihm Tribut zollen für dieses zwar nicht superschnelle, dafür aber musikalisch und melodisch mitreißende und aufwühlende Musikstück.


In diesem zweiten Teil verwandelte  Radschi vor den Augen des Dirigenten unter anderem Zahnbürsten zu Klobürsten, einen Schwamm in einen Stein und einen Geldbeutel in einen Schuh.

Paul musste zusehen, wie 5 DM - Stücke aus seinen fest geschlossenen Händen in ein Säckchen gezaubert wurden, wobei er fest der Meinung war, dass die alte Währung vor dem Euro Pfund waren. Radschi  war ein charmanter Zauberkünstler, der sowohl bei den Jüngsten wie auch den Älteren gut ankam.

Höhe- und zugleich Schlusspunkt des Konzertes bildeten die beiden Stücke des 1. Orchesters: zuerst die erfolgreichsten Titel der legendären Band ‚Queen‘, wobei der Titel ‚It’s a kind of magic‘ federführend für unser Konzert war,  und zum guten Schluss ‚Die Schöne und das Biest’. Eine monumentale Bearbeitung, die zwar von den Spielern den kompletten Einsatz aller Kräfte erforderte und auch von unseren beiden Schlagzeuger Benjamin und Kai  Höchstleistungen abverlangte, aber dafür auch vom Publikum mit Beifallstürmen und Jubelrufen belohnt wurde.Als kleine Einlage überraschten wir unseren Vorstand mit einem Geschenk anlässlich seines 25-jährigen ‚Dienstjubiläums‘ als Vorstand des HSM.

 

Die Stimmigkeit des Konzertes wurde hochgelobt und dieses Konzert zu unserer Freude als eines der besten bewertet.Bemerkt werden muss außerdem, dass unsere Aktiven wie auch deren Familienangehörige und Freunde, unterstützt von den fitten Passiven, eine Glanzleistung bei Auf- und Abbau des Konzertes boten und wir relativ schnell das Bürgerhaus von den Spuren von Magie und Melodie befreien konnten.


Bericht: Heidrun Cargnelli | Januar 2015


Vom Winde verweht -  Der HSM auf der Landesgartenschau in Schwäbisch Gmünd

Was für ein riesengroßes Glück mit dem Wetter am Sonntag, dem 6. Juli 2014 wir hatten, merkten die Mitglieder des HSM spätestens in der Nacht, als schwere Gewitter über Stuttgart fegten und als es am Montag deutlich kühler war als an unserem Ausflugstag.


Mit 53 Teilnehmern startete der HSM früh morgens um halb neun zur Landesgartenschau.  Zum Erstaunen aller erreichten wir schon nach einer Stunde Schwäbisch Gmünd. So konnten wir gleich mit der Besichtigung unserer Auftrittsortes beginnen, und danach schwärmten die Spieler mit ihren Familien in Grüppchen aus, um das Gelände des Erdenreichs  und des Himmelgartens zu erkunden, oder die historische Innenstadt samt Münster, verschiedenen Kirchen und alten Bauten im Fachwerkstil  zu besichtigen. Erstaunlich, welche Vielfalt die Landesgartenschau bot und wie sich die Stadt insgesamt herausgeputzt hat.  Auch die kulinarischen Genüsse kamen nicht zu kurz, das Angebot war breit gefächert und jeder wurde an diesem Tag satt.


Kurz vor 13 Uhr kamen dann die Spieler des Orchesters Querbeet und des ersten Orchesters von allen Seiten herbeigeströmt, um die Instrumente aus dem Bus zu holen und dann ein Stück Weg voll bepackt durch einen Hintereingang zum schön schattigen Platz vor dem Fünfknopfturm  zu gelangen. Dort erwarteten uns bequeme Stühle und 2 Lautsprecher. Als wir jedoch die Stühle im Halbkreis auf dem Rasenplatz aufstellten, bemerkten wir, dass wir alle etwas uneben saßen und es doch nicht so ideal war. Schlimmer jedoch war, dass es nur ein Sprechmikrofon gab und die 4 von der Organisationsleitung versprochenen Mikrofone fehlten.  So sehr sich die Orchester, die ein schwungvolles Programm von ‚Summer of 69, Nossa, We are the champions, Italo Pop Hits, Les Humphries, Back to the sixties‘ und noch mehr eingeübt hatten, sich auch bemühten, es kam einfach kein Orchestersound zustande. Die Spieler hörten sich untereinander nicht, die Zuhörer ( unsere eigenen Fans und auch viele Besucher der LGS ) hörten nur vereinzelte Spieler und so kann man unsere Beiträge schlichtweg als ‚vom Winde verweht‘ bezeichnen. Dirigent und Spieler selbst waren mit ihren Leistungen höchst unzufrieden. Es hatte sich mal wieder bewahrheitet, dass das Akkordeon nicht für Freiluftauftritte geeignet ist, ohne das nötige Equipment: am besten eine geschützte Bühne, eine gut funktionierende Verstärkeranlage und einen guten Schlagzeuger.


Diese Erfahrung werden wir wieder einmal verkraften und verwerten müssen. Was sich so gut anließ – uns wurde eine Bühne mit allem Drum und Dran versprochen – endete mit einem nicht zufrieden stellenden Auftritt – keine Reklame für das Akkordeon. Ansonsten aber waren alle Ausflügler restlos begeistert von der Landesgartenschau: ob Groß oder Klein, ob Pärchen, ‚Einzelgänger‘ oder Familien, Jung und Alt, jeder fand auf ‚Erden‘ oder im ‚Himmel‘ etwas Sehenswertes, angefangen von den schönen Blumenarrangements,  vom Gold-und-Silber – Forum bis zum Himmelsstürmer, einem Turm, dessen 200 Stufen gemeistert werden mussten, von dem man aber durch eine herrliche Aussicht auf Schwäbisch Gmünd und die Gartenschau belohnt wurde.Durch den Wald gelangte man aus dem Himmel auf dem Lebensweg oder dem XXL Kugelbahn-Waldentdeckersteg wieder auf die Erde.  Das war eine schöne Abkühlung, nachdem man die Sauna des Shuttle-Buses hinter sich gebracht hatte.  Gott sei Dank gab es viele Stellen, an denen man sich erfrischen konnte und sich vor der übermäßig vorhandenen Sonne schützen konnte. Um 18 Uhr ging es auf die Heimreise, ziemlich müde und verschwitzt – aber es gibt Schlimmeres! Nachdem unser letzter Ausflug wegen schlechten Wetters im Saale stattfand, konnten wir diesen komplett an der frischen Luft verbringen.


Bericht: Heidrun Cargnelli | Juli 2014